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Safari Tour in Kenia

"Kwaheri"

 

Kenia ein Land voller Gegensätze. Ein Land das einerseits eine aufstrebende Metropole mit Nairobi ist und auf der anderen Seite mit viel Armut zu kämpfen hat. Ein Merkmal das man nicht vergessen sollte, einen aber auch nicht abschrecken der Kultur und dem Land eine Chance zu geben. Denn dieses Land ist sehr Interessant. Besonders die Tierwelt die es im Land zu bestaunen gibt. 

 

Das ostafrikanische Land, dessen Küste am Indischen Ozean verläuft und dessen Landschaftsbild  von Savannen, Seengebieten, dem spektakulären großen Afrikanischen Grabenbruch und bergigem Hochland geprägt ist. Zur einheimischen Tierwelt Kenias zählen unter anderem Löwen, Elefanten und Nashörner. Das Naturschutzgebiet Masai Mara ist bekannt für die jährlichen Gnu-Wanderungen. Vom Amboseli-Nationalpark hat man einen spektakulären Blick auf den 5.895 m hohen Kilimandscharo in Tansania. Na, wenn das nicht alles schon spannend ist?

 

Doch dieses Land hat noch mehr zu bieten: Zwischen Juni und Oktober kommen vor allem Tierfans auf ihre Kosten – in diesen Monaten findet die große Migration der Gnuherden zwischen der Masai Mara und der Serengeti statt. Milderes Klima herrscht in der Trockenperiode von Juni bis Oktober.

 

Wie kam es nun dazu, dass ich Ende Januar 2018 dort war? Eine kleine Geschichte dazu:

 

Kenia

Warum eigentlich Kenia?

Meine Oma wünschte sich zu ihrem 75. Geburtstag eine Familienreise. Okay, und wohin? Nach Kenia. Ah, ja warum nicht. Wieso nicht einfach mal mit der ganzen (oder ein Teil davon) Familie nach Ostafrika fliegen? Omas Wunsch ist uns Befehl! 

 

Und da sie auch keinen Pauschalurlaub möchte (was ich ja super finde), haben wir uns ein schönes Haus für die Familie gemietet. Von dort starteten wir unsere Touren in die Umgebung. Wir waren im Marafa Hells Kitchen Canyon, auf Waka Waka Island zum Schnorcheln, in einem Massai Dorf und auf Safari.

 

Ab Berlin ging es über Frankfurt und Addis Abeba nach Mombasa, Kenia. Da in Kenia das Autofahren nicht ganz unkompliziert ist, mieteten wir uns einen 8-Sitzer inklusive Fahrer, der uns die ganze Reise lang begleiten und ans Herz wachsen sollte.  Eine weise Entscheidung, wie sich kurze Zeit nachdem wir den Flughafen hinter uns gelassen haben, bestätigen sollte. Eine klare Verkehrsregelung ist nicht zu erkennen. Wer zu erst fährt - kommt schneller ans Ziel. Aus zwei Spuren können schnell mal 5 werden. Und wer nicht hupt, hat eh verloren.  Aber wie sagt unser Fahrer so schön:

"Hakuna Matata". Diesen Satz höre ich in den nächsten Tagen öfter. 

 

Wichtig: Bei der Einreise in Kenia sind sämtliche Plastiktüten verboten. Das heißt keine Schuhe in Plastiktüten in den Koffer. Ausgenommen sind die kleinen Plastiktütchen für das Handgepäck. 

 

Ich möchte euch hier von meinem Highlight in Kenia berichten. Genauer gesagt, von unserer Safari Tour in den Tsavo East Nationalpark.

 

"The continued existence of wildlife and wilderness is important to the quality of life of humans (Jim Fowler)."

 

Viel Spaß beim Lesen!

ANREISE

Ganz schön holprig...

Das i-Tüpfelchen der gesamten Reise war unser mehrtägiger Ausflug in den Tsavo East Nationalpark. Dieser Park existiert bereits seit 1948 und gehört zu einen der Attraktionen des Landes. Die Anreise war nur mit einem Geländewagen mit Allradantrieb möglich, weil die Straße teilweise sehr schlecht ist. (Anmerkung: Allerdings befand sich diese im Bau, so dass sie heutzutage fertiggestellt seien könnte).

 

Auch hier haben wir uns ein Auto inklusive Fahrer und Guide namens Baya für die Tour organisiert. Baya, ein deutsch sprechender Kenianer, der uns voller Lebensfreude und guter Laune das Land Kenia näher gebracht hat.

 

Es staubt, ruckelt und die Tatsache das der Fahrer nur so über die Piste heizt, macht die Fahrt nicht angenehmer. Am Ende waren wir so mit Staub überzogen, da dieser einfach durch jede Ritze des Auto kam, dass ich aussah wie ein paniertes Schnitzel. 

 

Gefühlt eine Ewigkeit fahren wir über diese Strecke und es schien kein Ende zu nehmen. Zwischendurch begegneten uns Menschen am Straßenrand und man fragte sich, wer in dieser Einöde wirklich leben kann. Etwas was für uns fremd, aber auch spannend zugleich war.

 

Baya erklärte uns, dass es über 40 verschiedene Volksgruppen in Kenia gibt. Die Bekannteste ist wohl der Stamm der Massai, aber es gibt auch noch z.B. die  Kikuyu (die größte Kenias), die Luhya und die Kamba. So viele Stämme wie es gibt, so viele Sprachen werden auch gesprochen. Die meistverbreitete ist Swahili, aber auch Englisch ist weit verbreitet.

Unser Guide war für die gesamte Zeit unseres Parkaufenthalts vor Ort. Mit ihm sind wir 2 bis 3 mal täglich durch die Weite des Parks gefahren. Er hat ein großes Wissen über die Tierwelt Afrikas und berichtet mit Freude über die Kultur Kenias.

 

Der Tsavo East Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von knapp 14.000 Quadratkilometern und bietet Lebensraum für mehr als 111 verschiedene Tierarten.

 

Neben dem Tsavo East gibt es auch noch den Tsavo West der für uns allerdings etwas weit entfernt lag. Gewohnt haben wir in Malindi an der Küste des Indischen Ozeans. Ich hörte aber das dieser auch sehenswert ist und neben den hier schon lebenden Tieren noch mit Nashörnern punkten kann.

Tsavo East nationalpark

Die ersten Eindrücke

Zurück allerdings zu unserer Familienreisegruppe. Am Eingang des Nationalparks angekommen, brauchten wir nach dieser Schuckelei die letzten Stunden erst mal alle eine Cola und ein Schokoriegel (für die Nerven). Auch eine kurze Runde die Beine vertreten tat gut. Hinter dem kleinen Laden, der Supermarkt und Souvenirshop zugleich war, gab es die Möglichkeit Krokodile und freilebende Affen zu sehen. 

 

Diese Affen sind, wie man es kaum anders kennt, ziemlich frech und haben nur auf ein Opfer gewartet. Ohne einen Bissen selbst gegessen zu haben, wurde meine Oma von der Affenbande "überfallen". So leid es mir tut, ich kann mich bei so einer Situation natürlich nicht zusammenreißen und musste laut lachen.

 

Nach der Registrierung aller Personen am Parkeingang, ging es mit unserem Jeep weitere zwei Stunden durch den Park bis zu unserer Lodge. 

 

Alleine diese zwei Stunden sind der absolute Wahnsinn. Dies war für sich schon ein Safari Abenteuer, welches ich auf bisherigen Touren so noch nicht erlebt habe. In den ersten Minuten mussten wir einer Horde Wasserbüffeln von mindestens 200 Tieren den Weg freigeben. Einer Staubwolke folgend sind diese nach gut 30 Minuten durch und der Weg ist wieder frei. 

 

Durch die Möglichkeit unser Dach aufzustellen, haben wir einen erhöhten Punkt von dem wir nach draußen schauen können. 

Auf den weiteren Kilometern durch die traumhafte Landschaft dauert es auch nicht lange, bis wir den ersten Elefanten begegnen. Nicht nur 3-4 Tieren, nein, eine Familie von schätzungsweise 20-25 Tieren. Ein unbeschreibliches Gefühl nach ein paar Minuten direkt den bekannten roten Elefanten zu begegnen. Aus sicherer Entfernung parken wir unseren Wagen auf dem Weg und beobachten dieses Schauspiel. Nach ein paar Minuten lösen wir uns wieder von diesem Moment und fahren weiter. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass wir Elefanten ohne Ende sehen werden, wäre ich nicht so wehmütig gewesen.

 

Seitdem wir die Pforte zum Nationalpark überquert hatten, war Baya unser Guide, voll in seinem Element. Dank ihm sehen wir Tiere, die wir wohl übersehen hätten. Er sieht auf Anhieb Tiere in der Ferne, im Dickicht oder weiß die Spuren zu lesen. Durch ihn sehen wir noch verschiedene Vogelarten und Giraffen die viel größer sind als in irgendeinem Zoo, den ich als Kind besucht habe. Mittlerweile halte ich Abstand von Zoos, Zirkus und Co., da ich diese Form der Tierhaltung nicht unterstützen möchte. 

Ich war so begeistert, alleine schon von der Anfahrt, dass die Huppelpiste zu Beginn vergessen ist und ich mich auf die nächsten Tage richtig freue. 

Die VOI Lodge liegt mitten im Nationalpark. Von unseren Zimmer haben wir einen wundervollen Blick in die Ferne. Nachts hören wir die Rufe der Tiere, die durch die Landschaft ziehen und zum Wasserloch wandern.

 

Direkt an unserer Unterkunft haben wir ein Wasserloch, wo Abends die Tiere zum Trinken oder tagsüber zum Spielen kommen.

 

Noch vor dem Abendessen wollen wir noch mal los. Bei sengender Sonne, ist die Chance noch Tiere zu entdecken groß und das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Kamera, Fernglas und Fleecejacke im Gepäck - let´s go!

 

Das Glück war weiterhin auf unserer Seite und bescherte uns noch ein paar schöne Fotomotive. Neben seltenen Vögeln, Antilopen, auch eine Zebra Herde mit Jungtieren.

 

 

Von einem anderen Guide bekommen wir den Hinweis, dass sich in der Nähe ein paar Junglöwen aufhalten sollen. Wir machen uns über die sandige Piste auf den Weg zu dieser Stelle. Von weitem sieht man schon, dass an dieser Stelle etwas sein muss. Etwas was in an Safaris nicht ausstehen kann, ist, wenn man den Abstand zu diesen Tieren nicht einhält. Auch hier gab es leider diese Situation. Klar, jeder will einen Blick auf diese faszinierenden Tiere erhaschen, aber es ist deren Revier und nicht unseres. Die Situation beruhigte sich - Gott sei dank - etwas und ein paar Jeeps haben die Weiterfahrt angetreten. Aber diese Art von "Fotogeilheit" kann ich nicht ausstehen.

 

Im sicheren Abstand haben wir den Wagen geparkt und dank unseres fahrbaren Aussichtspunkts konnten wir in aller Ruhe die Tiere beim saufen beobachten. Es waren zwei junge Löwen. Rechts aus dem Windschatten unseres Jeeps kam ein weiterer Löwe aus dem Dickicht. Es muss ein kleines Rudel gewesen sein. Ziemlich Nah, dennoch in aller Seelenruhe geht er an unserem Wagen vorbei. Ein Moment wo ich weder geatmet, mich noch einen Zentimeter bewegt habe. In regelrechter Schockstarre geht dieser Moment an mir vorbei. Gefühlt jedes einzelne Haar am Schopf kann ich von diesem Löwen bewegen sehen. Kurze Zeit frage ich mich, ob dieser Jeep ein wirklich sicherer Ort ist und ob manche Menschen "nicht alle Latten am Zaun" haben, dort auszusteigen oder sonst was zutun. Nicht hier gesehen, aber im Internet kursieren ja so waghalsige Bilder. 

Der frühe Vogel

die roten Elefanten

Jambo! Schallte es mir früh morgens entgegen, als ich auf dem Weg zum Frühstück war. Baya wie immer gut gelaunt, war schon wieder auf Drehzahl. Wer viele Tiere sehen möchte, muss früh aufstehen, sagt er. Somit sitzen wir um 6 Uhr am Frühstückstisch und danach alle Mann ab auf den Jeep.

 

Noch bevor die Morgensonne aufgeht, sind wir auf den Wegen im Park unterwegs. Von anderen Guides bekam unser Fahrer den Tipp, dass Geparden auf einem großen Felsen gesichtet worden sind.

 

Langsam bahnen wir uns unseren Weg zu dieser Stelle. Auf dem Weg dorthin haben wir bereits eindeutige Spuren auf den Wegen sehen können. Frische Tatzenabdrücke von Geparden.

 

Nach einer Abbiegung und einem darauffolgenden Berg, erhebt sich auf der linken Seite ein großer Felsen empor. Wir fuhren ganz langsam den Weg hinauf, jeder war mucksmäuschen still und starrte gebannt auf den Felsen. Es war sehr schwierig dort etwas auszumachen. Wir stellten unser Auto ab und lauschten.

 

Baya bemerkte eine Bewegung an einem der kleinen Büsche oberhalb im Felsen. Es war zwar kein Gepard aber ein Raubvogel hatte dort sein Nest gebaut und bewegte sich. Die Minuten vergingen, nichts tat sich. Unsere Geduld sollte dennoch belohnt werden, denn ein Gepard räkelte und streckte sich in der aufgehenden Sonne und wanderte ein paar Meter weiter zu zwei anderen Artgenossen. Unglaublich welch eine Tarnung diese Tiere haben, denn zuvor hat man sie dort nicht ausfindig machen können.

Wir starten den Motor wieder und bewege uns langsam fort. Der Tag war noch jung und wir wollten natürlich noch weitere Tiere sehen. Hinter dem Berg erstreckte sich nach und nach die unendliche Weite. Die Vegetation wechselte zwischen Steppen- und Buschlandschaft. In der Ferne sahen wir ein Gnu in der Landschaft stehen. Minuten später stolzierten ein paar Strauße in aller Seelenruhe über die rotsandige Piste.  

 

Wegen der aufgehenden Sonne wird die Hitze allmählich mehr, so dass viele Tiere schon langsam den Schatten der Bäume und Sträucher suchen. Nur ein paar grasende Zebras sind noch am Wegesrand zu sehen.

 

Den Blick in die Ferne schweifend erstrecken sich Berge die noch Kilometer weit entfernt liegen. Die Sonne taucht diese Landschaft in so ein umwerfendes Licht, dass die Natur in den verschiedensten Farbtönen erstrahlt. Von Grün-, über Braun- bis Rottönen ist alles dabei. Sehr faszinierend.

 

Wenn man nicht aufpasst übersieht man so manches Mal das ein oder andere Tier. Selbst Elefanten, möge man ja aufgrund ihrer Größe nicht meinen, werden vom Dickicht verschluckt. 

 

Eine Elefanten Familie mit bestimmt 15 Tieren sucht unter einem großen Baum schatten. Gelassen stehen sie dort zusammen, die Ohren wackeln, der Schwanz wedelt. Auch ein paar Baby Elefanten springen zwischen den Elefantenkühen umher und scheinen eher noch etwas spielen zu wollen, als zu entspannen.

 

Ein tolles Schauspiel, welches wir einer Weile zu schauen. Nach diesem Erlebnis zieht es uns aber erstmal wieder zurück zur Lodge. Der Magen knurrt für das Mittagessen.

Den Rest des Tages verbringen wir lesend am Pool, bearbeiten die ersten Fotos oder machen ein Schläfchen.

 

Abreise

Winke Winke

Wie schnell vergeht die Zeit. Tag 3 ist zugleich auch unserer Abreisetag aus dem Tsavo East Nationalpark. Natürlich nicht, ohne noch eine morgendliche Tour zu machen. 

 

Wie immer ging es nach dem Frühstück auf den Jeep und raus in die Prärie. Ziemlich frisch heute Früh! Wird Zeit das die Sonne Wärme abgibt. 

Schön anzusehen, wie sie sich ihren Weg bahnt und Stückchen für Stückchen dieses Land in den schönsten Farben aufgehen lässt. 

 

Wie die Tage zuvor schlagen wir immer eine andere Richtung ein um so viele Ecken wie möglich vom Park gesehen zu haben. Wir wissen aber auch, das dies in drei Tagen bei der Fläche kaum möglich ist. Wie schön zu Wissen, wie viel Platz die Tiere hier haben. Die Population und Vegetation ist so immens, dass die Tiere nicht, wie in anderen Nationalparks, zugefüttert werden müssen. Die Löwen jagen sich ihre Nahrung selbst. Dies sieht man auch an etlichen Schädelknochen an denen wir vorbei fahren. Doch das gehört dazu, dass ist der Lauf der Dinge. 

 

Am letzten Tag zieht es uns richtig in die Wildnis, fernab von der Weite. Schmalere Straßen, hügeliger und noch dichter bewachsen als sonst. Einen schmalen Fluss zu unserer Rechten folgend schauen wir gespannt auf die Natur. Hören wir was? Entdeckt man etwas? Spannung pur! Und tatsächlich aus dem Knacken und Rascheln auf der (zum Glück!) anderen Flussseite bewegt sich etwas. Erst schwierig zu erkennen, doch dann in voller Größe schreitet ein Elefantenbulle aus dem Busch hervor. Ein wunderschönes Tier und selbst auf der anderen Flussseite wirkt er riesig! Seine Stoßzähne gehen bis knapp über den Boden. Ein Augenblick den wir voller Stille genießen. Majestätisch wie er den Weg entlang schreitet und dabei ziemlich relaxed wirkt. Nach ein paar Minuten ist das Spektakel leider wieder vorbei, als er aus unserem Sichtfeld gerät.

Motor wieder an und weiter geht die huppelige Fahrt. Wir steuern eine Stelle an, wo sich viele Flusspferde aufhalten sollen. Wir parken unseren Jeep auf einem kleinen Plateau, von dem wir schon eine tolle Aussicht über die Gegend haben. Dann heißt es aussteigen. Ganz wohl ist mir nicht aus dem Wagen zu klettern und ein paar Meter einen schmalen Pfad entlang laufen um am Ende vor einem grünen Zaun zu stehen.

 

Der Blick ist überwältigend. Geräusche die wir bereits vom Plateau aus gehört haben, verrieten dass hier einige Flusspferde im Fluss sind. Ein Grunzen war den ganzen Weg entlang zu hören. 

 

Mit Sicht auf das Tal und den Fluss schauen viele kleinen Öhrchen und Augen aus dem Wasser. Manchmal wird etwas gerangelt und Mäuler weit geöffnet, dabei gerät das Wasser in Wallung, aber die meiste Zeit chillen die Tiere nur so vor sich hin.

 

 

Jeder Moment hat leider auch ein Ende. So auch dieser. Wir machen uns langsam auf dem Weg zum Jeep um weiter Richtung Ausgang zu fahren. Wir überqueren dafür einen Fluss, der gerade wenig Wasser hat und lassen die Vegetation wieder in den verschiedensten Farbtönen hinter uns.

 

Wir sehen noch ein paar Springböcke durch das Gras streifen in Gesellschaft von Zebras und ein paar Giraffen. Zum Abschluss zeigen sich uns netterweise noch Antilopen und auch ein Sekretär (Vogel) lässt sich blicken.

 

Das wir auf dem Richtigen Weg zum Ausgang sind, zeigen nun mittlerweile auch Richtungsweisende Schilder. Kilometer um Kilometer verlassen wir nun diese Natur. Von Weitem sieht man das Tor  immer größer werden sehen.

 

In meinem Sitz versunken, ganz hinten, letzte Reihe neben der Oma, lasse ich die Eindrücke noch mal im Schnelldurchlauf in meinem Kopf Revue passieren. Die BIG 5 habe ich gesehen, alle, bis auf das Nashorn. Durfte eine Natur bestaunen, die es wohl nur in Afrika zu sehen gibt. Mir wird wieder bewusst, wie viel Glück ich habe, dies alles sehen und erleben zu dürfen. 

 

Ein letztes Mal in die Weite blicken und die Berge bestaunen. Die Farben aufsaugen und für immer im Gedächtnis abspeichern.  Das letzte Mal lasse ich den Blick schweifen und sage "Leb Wohl!".

Massai

Besuch eines Massai Dorfes

 Zum Programm unserer Tour gehörte nach unserer Safari ein Besuch in einem Massai Dorf.

  

Die Massai sind eine ostafrikanische Volksgruppe, die in den weiten Ebenen im Süden Kenias sowie im Norden Tansanias beheimatet ist. Trotz ihres vergleichsweise kleinen Bevölkerungsanteils sind die Massai wegen ihrer weitgehend beibehaltenen halbnomadischen Lebensweise, ihrer auffallenden Kleidung und ihres Wohngebietes nahe den Nationalparks die vermutlich bekannteste Volksgruppe Ostafrikas. Nicht zuletzt wegen des nach einer wahren Begebenheit handelnden Filmes "Die weiße Massai".

 

Vom Stammesoberhaupt wurden wir herzlichst begrüßt und in sein Dorf eingeladen. Umzäunt wird das Dorf von einem Zaun aus vielen zusammengeflochten Ästen. Die die Tiere der Massai zusammenhalten, aber gleichzeitig auch beschützen soll.

 

Alle Kinder warteten gespannt auf unser Eintreffen und lugten schon durch den Zaun hindurch.  Auch wenn wir sicher nicht die einzigen Gäste hier sind, so fallen wir doch sehr auf. Gerade ich mit meinen blonden Haaren war ein Magnet. 

 

Alle wollten gerne meine Hand halten und mir was zeigen. Gesprochen wurde dabei mit Hand und Fuß.

 

Wir bekamen eine Führung durch das Dorf und man erklärte uns wie die Kultur der Massai gelebt wird. Die Hütte der Massai besteht aus getrocknetem Kuhdung. In solch einer kleinen Hütte lebt eine ganze Familie Eng an eng. Es ist dunkel, stickig und fremd. Wir begegnen Frauen die vor ihren Hütten sitzen und Babys schaukeln. 

 

Sowohl Männer als auch Frauen tragen traditionell Schmuck in den Ohren. Dazu gehören Helix-Piercings und eingeschnittene sowie geweitete Ohrlöcher. Doch auch der westliche Trend scheint sich langsam bei den Massai einzuschleichen, so dass das Oberhaupt der Massai mit einer verspiegelten Pilotenbrille Aufsehen erregt. 

 

In der Kultur der Massai gibt es viele Zeremonien. Sehr bekannt ist das springende Tanzen der Männer. Die jungen Massai, Morani genannt, springen dabei auf der Stelle so hoch wie möglich und beweisen so ihre Stärke. Wir wurden eingeladen an solch einer Zeremonie teilzunehmen. Durch laute Gesänge werden die Morani motiviert.

 

Ich gebe zu, dies war eine besondere Begegnung - emotional, fremd, interessant und beeindruckend zugleich. So etwas muss ich erst mal verarbeiten. Ich bin dankbar, dass ich in diese andere Kultur eintauchen konnte.

 

Geplättet von den Eindrücken der letzten Tage empfinde ich die Huppelpiste vom Hinweg, auf dem Rückweg gar nicht mehr so schlimm. Nein, sie schuckelt mich sogar eher sanft in den Schlaf bis nach Hause.

Fazit

Ich habe nun schon einige Safaris miterleben dürfen, ob in Südafrika, Sri Lanka oder Botswana. Mein schönstes Safari Erlebnis hatte ich in Kenia. Es mag Zufall oder Glück mit im Spiel gewesen sein, aber ich fand die Weite, die Natur und die Tiere im Zusammenspiel einfach großartig. Auch wenn Kenia nicht zu meinem Lieblingsland geworden ist, kann ich den Tsavo East Nationalpark nur empfehlen.

 

Wie zu  Beginn erwähnt hat dieses Land mit sich zu kämpfen. Armut und  Arbeitslosigkeit um nur zwei Beispiele zu nennen. Auf der anderen Seite hat dieses Land so viel zu bieten und der Tourismus ist daher auch so wichtig. Eine interessante Kultur, freundliche Menschen, eine atemberaubende Natur und eine artenreiche Tierwelt. Ich habe viele gesammelte Erlebnisse von dieser Reise mitgenommen.

 

 

 

Wenn ihr unseren Guide Baya für eine Tour buchen möchtet, dann besucht ihn hier auf seiner Facebookseite unter https://www.facebook.com/nathaniel.baya.75

 

Meine Blogbeiträge über meine 4x4 Tour durch Namibia und Botswana oder meine Erlebnisse in Südafrika, Kapstadt könnten auch interessant für dich sein.


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