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Mauritius

Eine Insel voller neuer Bekanntschaften

Nur eine Honeymoon Insel? Von wegen! Nur Strand und Palmen? Von wegen! Nichts für Alleinreisende? Und ob! Anfangs hatte ich dies auch alles gedacht, aber als ich mich mehr mit Mauritius auseinandergesetzt hatte, wurde mir schnell klar „Hej, die Insel hat ganz schön viel zu bieten“. Könnte genau das richtige für meinen nächsten Solo Trip sein. Flüge gecheckt und prompt für Ende November für 2 Wochen gebucht.

 

Anfangs hatte ich mich viel belesen, Blogs durchforstet und sogar einen Reiseführer gekauft. Am Ende bin ich mehr oder weniger unvorbereitet losgezogen. Hatte lediglich die erste Unterkunft gebucht und nur eine grobe Richtung was ich machen möchte. Eins Stand fest, es sollte ein Roadtrip über die ganze Insel werden. Daher reiste ich auch nur mit leichtem Gepäck.

Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit in einem der zahlreichen Luxus Resorts auf der Insel unterzukommen. Die Insel ist touristisch sehr gut erschlossen und hat für jeden was zu bieten. 

 

Ab München ging es für mich Non-Stop mit Eurowings nach Mauritius. Dort angekommen, habe ich mich per Taxi zu meiner ersten Unterkunft nach le Morne fahren lassen. Ich hatte zwar erst überlegt von dort direkt einen Mietwagen zu nehmen, aber nach den Flugstunden und der kleinen Zeitverschiebung, erschien es mir nicht sinnig alleine noch über die Insel vom Südosten in den Südwesten zu cruisen. Außerdem schienen mir die Mietwagenpreise die ich zuvor online recherchiert habe als übermäßig hoch. Es sollte sich im Nachhinein auszahlen.

 

Dennoch erst mal zurück zu meiner sehr rasanten Taxifahrt mit meinem Indischen Taxifahrer. Dieser wollte mir als Deutsche wohl morgens um 4 Uhr erst mal zeigen, wer hier der Sebastian Vettel auf der Insel ist. Daher wählte er wohl auch extra die kurvenreiche Strecke durchs Landesinnere. Die Insel ist zwar nicht sehr groß und es gibt sagenhafte zwei Autobahnen, aber die Strecken ziehen sich durch Verkehr, teils schlechte Straßen und Co. Nach 2 Stunden Fahrt bringt er mich wohlbehalten nach Le Morne, wo meine erste (und vorerst einzige) Unterkunft ist. Eine weitere fahrt in den kommenden Tagen, lehne ich dankend ab.

gut zu wissen

Einreise, beste Reisezeit, Sprache und Co.

Mauritius liegt auf der Südhalbkugel. Die Jahreszeiten sind daher denen von Europa entgegengesetzt. Der Winter (Juni bis Oktober) ist die trockenste und der Sommer (Dezember bis April) die feuchteste Jahreszeit. Einen richtigen Winter gibt es jedoch nicht – die Temperaturen bleiben das ganze Jahr über weitestgehend konstant, lediglich von Mai bis Oktober kann es etwas angenehmer und kühler werden. Der Peak des Südwinters ist im August und dann kann es nachts schon mal bei 20 Grad liegen. Ende November war das Wetter bis auf einen Regentag, sehr sonnig mit Temperaturen zwischen die 25 bis 30 Grad.

 

Die Einreise nach Mauritius klappt easy mit eurem normalen Reisepass, der wie immer noch 6 Monate nach Reisebeginn gültig sein muss. Ein Visa braucht ihr für Mauritius nicht. 

 

Die Währung auf der überschaubaren Insel sind die sogenannten Mauritius-Rupie (MUR). Ihr bekommt diese "eigentlich" überall problemlos. Ich hatte einzig in le Morne die Probleme, dass der Automat schnell leer war. Ansonsten ist Kreditkarte in größeren Geschäften und Parks kein Problem.

 

Sprachlich kam ich in Mauritius super zurecht. Der Großteil der Bevölkerung spricht recht gutes Englisch. Meist gesprochene Sprachen sind allerdings Französisch und Kreol. Super Gelegenheit mein Französisch etwas aufzupolieren und doch wieder festzustellen, das die Deutsche Sprache einfach zu gegensätzlich zu Französisch ist. Die Französische Sprache und Ich wir passen nicht zusammen.

Le Morne

Meine erste Station und wie sie meine ganze Reise verändern sollte

Wie Eingangs erwähnt, habe ich bis auf meine Unterkunft in le Morne keine weitere Unterkunft gebucht. Da ich nicht in der Hauptsaison unterwegs war, dachte ich (was sich auch bestätigte), dass ich nichts akribisch verbuchen muss, was ich auch eh nicht mag. 

 

Gefunden habe ich das Privat geführte Deutsch/Kreolische kleine Hotel "la Reine Creole", welches unweit von den Resorts am berühmten Strand von le Morne liegt. Es ist sauber, die Zimmer ausreichend, der Preis unschlagbar und die Besitzer super herzlich! Ich hatte dort so eine schöne Zeit, was nicht nur an den hilfsbereiten Inhabern lag, sondern auch daran das die anderen Gäste im Hotel direkt zu Reisebuddies wurden. 

 

Man verstand sich auf anhieb so gut, dass wir meinen halben Urlaub zusammen verbracht haben. Das ging ja schon gut los!

 

Ansonsten ist le Morne vor allem auf Touristen ausgelegt, es gibt die Resorts am Strand, daneben kleine Cafés und Restaurants (meist haben die Hotels aber ihre eigenen). Ihr könnt in der Umgebung Reiten gehen, es ist ein Hotspot für Kitesurfer und lädt natürlich auch zum Wandern auf den le Morne Brabant ein. Die Gegend im Südwesten empfand ich als schönste auf der ganzen Insel, da diese so bewachsen und grün ist. 

le morne brabant

Traumhafte Aussicht auf den grünen Süden der Insel

In der früh, bevor die große Hitze sich breit macht, haben wir (Meine Reisebuddies und ich) uns auf den Weg gemacht zum le Morne Brabant.

 

Mit dem Auto sind wir von unserer Unterkunft zum Startpunkt gedüst. Der Parkplatz  ist über zwei Wege erreichbar. Auf der Karte betrachtet, kommt ihr von beiden Seiten der kleinen Landzungen zum Parkplatz, leider gibt Google keine genauen Straßennamen an. Einmal gibt es die Möglichkeit über die Straße, die hintern den Hotels am Strand lang führt, vorbei am Kite-Surf-Spot und dann über den holprigen Feldweg, zum Parkplatz zu gelangen. Ihr könnt aber auch jeden vor Ort fragen, diese erklären euch gerne, wo der Startpunkt ist. Vielleicht ist es mittlerweile auch schon besser ausgeschildert. 

 

Wir hatten das Glück das an diesem Tag nicht so viel los war und wir uns den aufstieg nicht mit vielen Leuten teilen mussten. Der Aufstieg dauert ungefähr 1 ½ Stunden, erfordert festes Schuhwerk, was zu trinken und schon etwas Ausdauer. Der Weg ist teilweise ausgeschildert, ansonsten zeigen Trampelpfade und wenige andere Touristen den Weg.

 

Der anfangs breite Weg wird zwar belohnt mit einer schönen Aussicht auf das umliegende Land, wird aber zunehmend schmaler, steiler und felsiger. Ab einem Gewissen Punkt, war für einen aus unserer Truppe Schluss. Wir anderen gingen bzw. Kletterten (!) weiter, bis wir oben am höchsten Punkt dem Gipfelkreuz angekommen waren. Es war teilweise beschwerlich, aber es hat sich gelohnt. Oder?

 

SIEBEN FARBIGE ERDE & CHAMAREL WASSERFALL

Im Südwesten befindet sich ein ganz besonderes Naturphänomen die berühmte siebenfarbige Erde ist hier zu entdecken. Diese farbige Erde entstand durch verschiedene vulkanische Aktivitäten die sich miteinander vermischten. Besonders gut kommen die Farben bei gutem Wetter in den Nachmittagsstunden, wenn die Sonne nicht mehr so hoch steht, zu Geltung. Das lässt sich heute auf einer eingezäunten, hügeligen Mondlandschaft bestaunen.

 

Ich fand dieses Ort ganz nett zu sehen, aber es hat nicht mein Leben verändert. Für einen kurzen Stopp reicht es alle Mal und man kann diese mit dem Wasserfall und dem Nationalpark Black River Georges verbinden.

Ein weiteres beliebtes Foto Motiv neben der siebenfarbigen Erde ist der Chamarel Wasserfall. Das Wasser rauschte zwar nicht in strömen hinab als ich dort war, dennoch geht es mehr als 90 Meter in die Tiefe. 

 

Für den Besuch des gesamten Geländes von Chamarel wird am Eingang eine Eintrittsgebühr fällig.

Öffnungszeiten 9:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt 225 MUR (5,60 Euro)

 

BLACK RIVER GORGES NATIONALPARK

Für mich persönlich am beeindruckendsten und schönsten und das Highlight, wenn man in der Gegend ist. Leider fahren die meisten nur zum Wasserfall und zur siebenfarbigen Erde und verlassen den Park dann wieder. Für mich war dies allerdings, dass eigentlich Highlight am ganzen.  

 

Man hat die Möglichkeit zu Fuß oder mit einem Jeep durch den geschlängelten Park zu fahren. Ich entschied mich für letzteres, da der Park nicht mehr lange geöffnet hatte. Die Fahrt den Berg hinauf bietet Dschungelfieber pur. Eine artenreiche Vegetation ist zu bestaunen und die Aussicht die geboten wird, atemberaubend. Neben Schluchten die zu bestaunen sind, hört man auch Wasserfälle.

 

Ich bin während der Fahrt froh im Jeep zu sitzen. Nicht allein,  den ein Franzose leistet mir Gesellschaft. Wir verstehen uns so gut, das wir die nächsten Minuten im Park und auch die nächsten Tage Touren zusammen unternehmen. Der Aufstieg ist schon nicht ohne. Für ambitionierte Wanderer oder solche die es werden wollen ist für jeden etwas dabei. Der Park gilt als größtes Wandergebiet der Insel.

 

Auf dem Weg nach ganz oben, machen wir noch einen Zwischenhalt. Auf einem Steg und Treppen verlaufenden Weg durch die Natur, erklärt ein Guide alles über die dort zu findende Tier- und Pflanzenwelt. Wir hatten das Glück seltene Vögel und sogar Affen zu sehen.

 

Weiter mit dem Jeep und (fast) ganz oben angekommen, kann man von einem Plateau aus die schöne Aussicht auf den Le Morne und die umliegende Südwestliche Küste bestaunen. Von dort führt auch ein Wanderweg wieder zurück zu einem Abholpunkt im Park, von den man aus mit dem Jeep wieder zum Eingang gelangt.

 

Wir wollten allerdings noch schnell, den letzten kleinen Zipfel bis nach wirklich ganz oben erklimmen. Ein rutschiger, enger und nicht einfacher Weg führte durch den dichten Dickicht nach oben. Unterstützt durch Seile an den Bäumen gelang der Aufstieg zum höchsten Punkt. Eine 360 Grad Kullisse, die man am liebsten viel länger genossen hätte, wenn der Park nicht drohte bald zu schließen. Wir mussten den letzten Jeep erwischen, sonst wäre es ein langer Weg nach unten geworden. 

 

Tamarin Falls

Über Stock und Stein. Schlammmaske gratis!

Zugegeben, man kann diese Tour auch mit einem Guide machen. Wenn man sich unsicher ist und bei dem "Weg" kann man das durchaus sein, dann sollte man sich einen Guide hierfür nehmen. Leider kann ich dafür keine Empfehlung aussprechen, da wir diese Tour auf eigenen Faust gemacht haben.

 

Unsere Tour sah dann so aus, das wir anhand eines Reiseguides auf Französisch durch die Wälder, Trampelpfade, Abhänge zu erst runtergeklettert sind, dabei an den einzelnen Etagen der Tamarin Wasserfälle vorbei gekommen sind. Dies war mit viel Klettern verbunden. Leider hatte es am Tag zuvor stark geregnet, so dass der Weg sehr glitschig und matschig war. Definitiv keine Empfehlung das bei solchen Bedingungen durchzuführen. Ich war am Ende des Tages voller Matsch. Auch empfiehlt es sich festes Schuhwerk anzuziehen. Wer im Wasserfall baden möchte, sollte auch einen Bikini und Handtuch dabei haben. Ausreichend Wasser sollte bei jeglicher Art von Wanderung stets dabei sein.

 

Als Start und Orientierungspunkt könnt ihr die Tamarind Falls Reservoir Access Road ins Navi eingeben, diese liegt direkt neben unserem eigentlichen Startpunkt. Gestartet sind wir ein paar Meter hinter de Henrietta Cemetery (Friedhof), rechter Hand über den Feldweg entlang. Nach ein paar Hundert Metern wenn dieser Weg eine Rechtskurve einschlägt, müsst ihr links durch das Gebüsch. Man sieht dort auch viele Trampelpfade, die dann den Berg hinab gehen. 

flic en flac

Wenn aus Gastgebern Freunde werden

Das im Westen von Mauritius gelegene Flic en Flac ist besonders durch seinen laaaaaangen Sandstrand bekannt. Dieser gilt als der längste und mitunter der schönste der Welt.

 

Hier findet ihr einige größere und kleiner Hotels und auch Airbnbs. Ich habe mich wieder Mal eher für letzteres entschieden und ein Zimmer im Haus einer Französischen Familie* bezogen  (*derzeit bieten Sie ihre Unterkunft leider nicht mehr an). Mich erwartete Leo der Sohn der Familie, der damals noch im zarten Teenager Alter war. Wir verstanden uns auf anhieb, trotz kleiner Sprachbarriere, so gut,  dass auch wir die nächsten Tagen zusammen verbrachten.

 

Zurück zu Flic en Flac. Neben einem atemberaubenden Sandstrand, der allabendlich auch einen tollen Sonnenuntergang bietet, findet sich hier auch viele Lokale und Cafés.

 

Von hier aus habt ihr auch die Möglichkeit zum Casela Nature Park zu gelangen. Dieser ist nur unweit von Flic en Flac entfernt. Dieser Park bietet auf 250 Hektar verschiedene Attraktionen , wie z.B. eine kleine Safari Jeep Tour, Hochseilgarten, Ihr könnt Riesen Schildkröten- und andere Tiere bestaunen. Das einzige, was ich an diesem Park nicht so schön finde, ist die Tatsache, dass sogenannte "Lion Walks" angeboten werden, wo ihr mit Löwen Spazieren gehen könnt. Das ist für mich etwas nicht Artgerechtes und ich finde es auch super gefährlich.

 

Eintritt kostet für Erwachsene 950 MUR und für Kinder 600 MUR.

 

Casela Nature Park

Royal Road, Cascavelle, Mauritius

 

Täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

botanical garden

Seerosen Highlight

Acht Kilometer nördlich von der Hauptstadt Port Louis findet ihr den Botanischen Garten. Der für seine Riesenseerosen bekannte Park hat, meiner Meinung nach, leider  auch nicht viel mehr vorzuzeigen. Der Sir Seewoganur Ramgoolam  Botanical Garden oder auch Pamplemousses Botanical Garden, wie er auch genannt wird, ist 26 Hektar groß, man kann neben den Seerosen noch Wasserlinien, Palmen und andere Pflanzen bestaunen.  Dieser Garten, ursprünglich von einem Franzosen angelegt und gestaltet, ist zwar schön angelegt und zeigt Viktorianische Einflüsse, aberUm einen entspannten Spaziergang durch die Anlage zu machen und der Reise etwas die Geschwindigkeit rauszunehmen und runter zu kommen, ist es sicher ein schöne Abwechslung. Für mehr sorgt der Park allerdings nicht. Es lohnt sich daher definitiv nicht sich einen Guide am Eingang des Park aufschwatzen zu lassen.

 

Geöffnet täglich von 08.30 bis 17.00 Uhr

Kosten 8 Euro pro Person

Fürs Navi: Pamplemousses, Ecke Morrison Road oder auch der Pamplemousses Round About (Einen genauen Straßennamen scheint es nicht zu geben)

 

 

grand baie

Touristen Hochburg & die schönste Unterkunft meiner Reise

Über die nördliche Region um Grand Baie hörte ich das sie sehr touristisch sein sollte. Da es allerdings gut auf meiner Route lag, in der Nähe von ein paar punkten die ich besuchen wollte, entschied ich mich doch für eine Unterkunft in der Ecke, obwohl ich nicht auf so ein Touri overload stehe. Ich fand eine traumhafte Unterkunft bei Mareile und Ihrem Mann Alain.

 

Mit viel Liebe zum Detail haben die beiden eine Traumhaftes Haus gebaut. Im Balinesischen Stil, mit Reed gedeckt, sehr viel Geschmack bei der Innendekoration und einem einladenden Pool. Mein Zimmer, welches direkt am Haus lag, hatte jeglichen Komfort den man sich vorstellen konnte. Frühstück gab es morgens von Mareile wieder mit viel Liebe gestaltet. Den Pool konnte ich nutzen, wann immer ich mochte. Falls Ihr diese Unterkunft buchen wollt, schreibt mich gerne an und ich nenne euch die Airbnb Adresse.

 

Die Unterkunft lag gefühlt zwei Querstraßen vom quirligen treiben von Grand Baie entfernt. Ideal um zu Fuß zum Obsthändler, Strand und Restaurant oder Café zu kommen. Man muss schon sagen, dass es vor Ort geschäftiger zu geht, viele Restaurants, Bars, Geschäfte und auch am Strand ist natürlich viel mehr los.

 

In der Ecke befindet sich auch das größte Einkaufszentrum von Mauritius. Ich selbst war nicht dort, weil ich die Zeit, Lust und auch gar keinen Platz hatte. 

 

Ein weiter Hotspot ist der Strand Trou aux Biches, welcher als schönster Strand auf der Insel gehandelt wird. Verirrt habe ich mich dort für einen Nachmittag. Mit dem Bus erreicht ihr diesen Strand in ein paar Minuten. Ich gebe zu, schön ist der schon, aber ich würde ihn nicht als den schönsten der Insel bezeichnen. Stellt euch weichen Sand, strahlend türkisfarbenes Wasser und dieses Bild abgerundet mit Palmen, vor. Das einzig  blöde an der Sache , genau dieser Abschnitt liegt vor einem Resort und somit bleibt dieser Zugang nur Hotel Besuchern vorbehalten. Der öffentliche Bereich bietet nur Schatten durch Bäume, ist aber auch ganz schön.

TROU D´EAU DOUCE

Ein bisschen Berlin am anderen Ende der Welt

Wie sollte es auch anders sein, habe ich auch in diesem beschaulichem kleinen Örtchen an der Ostküste von Mauritius binnen Minuten wieder liebe neue Reisende kennen gelernt. Übernachtet habe ich in in der Kolibri Beach Villa. Hört sich vom Namen her mehr an, als es in Wahrheit ist. Damit möchte ich diese Unterkunft aber keineswegs schlecht machen, die Zimmer sind super und sauber. Ich würde definitiv dort wieder einkehren. Ich hatte sogar eins mit Blick auf das Meer. Man bekommt ein kleines Frühstück und nette Mitarbeiter die mit Rat und Tat einem zur Seite stehen. Lediglich das Wort "Villa" ist in diesem Zusammenhang nicht ganz passend. Wenn ihr euch für diese Unterkunft interessiert, dann schaut doch mal unter www.colibribeachvillas.com 

 

Ansonsten ist die Region sehr von Einheimischen besiedelt und es gibt kaum größere Resorts in der Ecke. Alles wirkt ein wenig verschlafen und in der Zeit zurück. Ein paar kleinere Läden mit Dingen des täglichen Gebrauchs, eine Kirche und kleinere Restaurants.

 

Von hier habt ihr einen super Ausgangspunkt um auf verschiedene Inseln z.B. Ile aux Cerfs in der Umgebung zu fahren. Auch unweit, allerdings mit dem Auto, entfernt ist die Stadt Centre de Flacq. Die etwas belebtere Stadt bietet einige Einheimische kleine Geschäfte und einen Markt auf dem Ihr frisches Obst, Gemüse, Gewürze und Schnick Schnack kaufen könnt. Dieser ist täglich von 06:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

 

Mein Tipp: Das Restaurant "Green Island Beach", welches unweit vom Hotel entfernt ist und direkt an der Hauptstraße B59 liegt. Leckere Gerichte zu absolut bezahlbaren Preisen. Hier haben wir ein paar sehr schöne Abende verbracht. Man sollte gegebenenfalls sogar reservieren.

 

 

ILE AUX CERFS

Etwas was ich auf Mauritius unbedingt machen wollte, war eine Katamaran Tour. Schön mit dem Wind in den Segeln durch das klare türkisfarbene Wasser gleiten und den lieben Gott ´nen lieben Gott sein lassen. In Trou D´eau Douce konnte ich dies endlich in die Tat umsetzen.

 

Von meinem Apartment aus konnte ich direkt über den kleinen Strandabschnitt zur Ablegestelle der Boote gelangen. Über die Agentur die direkt dort am Hafen liegt (gegenüber der Straße) kann man Tickets für verschiedene Ausflüge bekommen.  Allerdings muss ich gestehen, habe ich von den dortigen Straßenhändlern mein Ticket erworben, da es schlichtweg die Hälfte gekostet hat. Anstatt 3000 MUR habe ich nur 1500 MUR bezahlt.

 

Meiner bis dahin stark geschmälerten Reisekasse tat das gut. Von dem besagten kleinen Hafen gelangten, meine Gruppe und ich, mit einem Bötchen zum Katamaran. Wir waren ungefähr 15 Leute aus aller Herrenländer. Ein ziemlich bunter Haufen aus Franzosen, Engländer, Koreanern, Südamerikanern und einer Deutschen - mich.

 

Schnell kam ich mit einem Französischen Pärchen ins Gespräch mit denen ich dann die nächsten Stunden verbracht habe. Wir tranken Wein, aßen Leckereien vom Barbecue on Board und redeten über Gott und die Welt. Ich liebe solchen ehrlichen, offenen und nicht öberflächlichen Begegnungen.

Neben dem eigentlichen Highlight, dem Anlegen und erkunden der Insel Ile aux Cerfs, gab es noch einen einstündigen Stop an einem Riff um die Unterwasserwelt zu entdecken. Mit Schnorchel und Flossen ausgestattet ging es rein ins kühle Nass. Die Abkühlung tat nebenbei auch richtig gut.

Unter Wasser gab es eine Vielzahl an verschiedenen Fischen zu sehen, die kreuz und quer umher schwammen.

 

Nach dem Schnorchel Spot steuerten wir geradewegs die Insel an. Natürlich waren wir an diesem sonnigen Tag nicht die einzigen, aber man kann dem Trubel entgehen indem man einfach ein paar Meter den Sandstrand entlangläuft und etwas entfernt sein Handtuch ausbreitet. Die Insel ist nicht unbedingt klein und hat neben einem paar über die Insel verteilte Restaurant & Cafés, einem Golfplatz und einem kleinen Hotel nicht viel zu bieten, aber das muss sie auch nicht. Sie ist schön so, wie sie ist.

 

Nach einer kurzen Abkühlung und einem weiteren Plausch im Wasser, hat es uns noch für einen schnellen Kaffee an die Strandbar gelockt. Auf dem Weg zurück zum Katamaran haben wir uns alle noch eine frische Kokosnuss gegönnt und haben uns mit dieser in die Netze des Katamarans gelegt und die Rückfahrt genossen. Ein herrlicher, sonniger und entspannter Ausflug!

 

Wer auf dem offiziellen Weg eine Tour buchen möchte, kann dies zum Beispiel bei Falcon Boats machen.  Mehr Infos unter www.falconboats.mu (nur auf Französisch) oder über Google suchen.

Blue Bay

Langsam Abschied nehmen

Von Trou d´eau Douce aus und leider langsam schon wieder in Richtung Flughafen begebend bin ich aufgrund geschrumpften Budget mit dem Bus gefahren. Eine Erfahrung die man wohl in jedem Land mitgemacht haben sollte. Auch hier gestaltete es sich wieder turbulent. Mit dem Bus musste ist erst in die nächste größere Stadt Centre de Flacq. Diese hatten wir Tage zuvor auch schon für den Markt besucht.

 

Am großen Busbahnhof in Centre de Flacq muss man erst mal den Überblick behalten und sich zurecht finden. Da kommt man nur mit durchfragen zurecht. Als ich den richtigen Bus gefunden habe, ging die wilde Fahrt mit 90er Musik, gehupe und einer rasanten Fahrweise in Richtung Blue Bay. Schockiert hat es mich nicht, schließlich war ich aus Sri Lanka schon so einiges gewohnt.

 

In Blue Bay angekommen. Fand ich recht schnell zu meinem Hotel, da es recht Nah am Strand von Blue Bay lag. Das Résidence Mascareigne Hotel war jetzt keine Wucht, aber für 2 Nächte okay. Ich empfehle es an dieser Stelle nicht weiter, da es unterm Strich nicht weiterzuempfehlen ist.

 

Der Ort Blue Bay hat mich jetzt auch nicht vom Hocker gerissen, da es durch die Einflugschneise vom Flughafen nicht der ruhigste Ort der Insel ist. Es fliegen relativ oft die Flugzeuge über den Strand hinweg. Das ist anfangs spannend anzusehen, wenn diese Giganten über einem Hinweg fliegen, aber nach dem x-ten ist es auch eher störend. Für die paar Tage hat es mich nicht arg gestört, aber zwei Wochen müsste ich mir das nicht antun.

 

Am Strand selbst gibt es ein paar Food-, Saft und Obststände, einen Eiswagen und einen Samosa Stand. Am und in der näheren Umgebung befinden sich auch verschiedene Restaurants. Wenn es euch am Hauptstrand zu voll ist, könnt ihr hinter den Hotels und Privathäusern entlang gehen und euch einen ruhigeren Ort zum Sonnen und Schnorcheln suchen. Letzteres kann man hier in Ruhe in Strandnähe machen. Zwei Extremschnorchler (Wie ich sie liebevoll genannt habe^^), die ich in meiner Unterkunft kennen gelernt hatte, berichteten mir das es weiter draußen im Meer super Spots mit intakten Korallen geben soll. Dies empfehle ich allerdings nur, wenn ihr eine schwimmende Boje dabei habt, da hier viele Boote verkehren.

 

Diese genannten Boote bringen euch vom Hauptstrand in Blue Bay zu verschiedenen Inseln, wie z.B. Ile des deux Cocos, wo ihr Schnorcheln oder mit etwas Glück Delfine beobachten könnt. 

Route

Meine Route im Überblick

Angezeigt sind nur meine Unterkunftsorte (Quelle: Google Maps).

fazit

Merci beaucoup Ile Maurice

 

Meine Resümee dieser Reise ist durchweg positiv. Definitiv nicht nur was für Honeymooner, sondern auch was für Freunde oder Alleinreisende, wie mich. Ich durfte ein tolles, freundliches,blühendes Land kennen lernen. Habe eine Menge bezaubernder Menschen getroffen, die mich auf meiner Rundreise über Mauritius begleitet haben und zu wirklichen Freunden geworden sind. Ein paar habe ich sogar danach, zurück in der Heimat, schon wieder getroffen. 

Mauritius, ich komme wieder!

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