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Malediven

Das Paradies im Indischen Ozean

 

Der Archipel der Malediven umfasst 26 ringförmige Atolle und besteht aus mehr als 1000 Koralleninseln. Die Malediven sind für ihre Strände, blauen Lagunen und ausgedehnten Riffe bekannt. Die Hauptstadt Malé liegt auf der gleichnamigen Insel. Die Bevölkerung des Inselstaates ist Islamisch geprägt. 

 

Von den über 1000 Inseln werden 220 von Einheimischen bewohnt und weitere 144 für touristische Zwecke genutzt. Die Währung auf den Malediven sind US-Dollar oder Rufiyaa (MVR).

 

Wer sich den Traum eines Malediven Urlaubes ermöglichen will, muss entweder tief in die Tasche greifen oder auf den ein oder anderen Luxus verzichten. Wobei Luxus hier von jedem unterschiedlich gewertet wird. Denn auf einer einheimischen Insel bekommt ihr denselben weißen Strand, dasselbe glasklare Wasser und die Meeresbewohner sind auch die gleichen. Wer die Malediven also auf einer einheimischen Insel, einer local Island verbringen möchte, der liest weiter.

Malediven

Meine Reise auf eine local Island

Alleine auf die Malediven? Und ob! Wer meinen Reisebericht zu Sri Lanka verfolgt hat weiß das ich im Anschluss daran auf die Malediven gereist bin. Nach 2 ½ Wochen Kultur Pur, musste ich noch ein paar Tage relaxen. Was lag da Näher als das auf den Malediven zutun? Genau, nix. 

 

Die Entfernung von Sri Lanka auf die Malediven sind gerade mal 1 ½ Flugstunden und da der Flugpreis unschlagbar war, habe ich kurzerhand zugeschlagen. Da mein Budget allerdings nicht für einen stylischen Wasserbungalow reichte, bin ich ausgewichen auf eine einheimische Insel (local Island). Dies war aber keineswegs schlimm, denn ich war neugierig darauf, wie die Einheimischen auf den Malediven leben. 

 

Wie lebt es sich im Paradies? Auf einer Insel wovon jeder Mensch auf der Welt träumt sie einmal im Leben zu betreten.

 

Bevor ich diese Frage klären konnte, musste ich mir erst mal eine passende Insel suchen. Das ist gar nicht so einfach. Inseln gibt es zwar sehr sehr viele, aber eine local Island mit einer netten Unterkunft ist rar. Dazu kam, dass ich nur 5 Tage zur Verfügung hatte. Somit musste ich eine Insel wählen, die nicht allzu weit von Malé entfernt ist, damit ich 1. nicht weit vom Flughafen entfernt bin und 2. dennoch genug Zeit zum Entspannen hatte. Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor war die Fähranbindung. Da ich recht früh von Malé zurück nach Frankfurt geflogen bin (Non-Stop mit Condor) brauchte ich eine frühzeitige und verlässliche Verbindung.

Insel Gulhi

Die Anreise

 

Nachdem ich alles berücksichtigt hatte, ist die Wahl auf die Insel Gulhi gefallen.

Eine 400 Meter lange und 250 Meter breite Insel im Süd-Malé-Atoll in der Nähe der Insel Maafushi.

Auf der Insel leben schätzungsweise 300 Menschen, es gibt eine Handvoll Restaurants und Gästehäuser, kleine Shops und Anfang März für ein paar Tage auch mich auf dieser Insel.

 

Nun stand ich da, auf der Flughafeninsel Hulhulé zwischen ein dutzend Frischvermählten und bahnte mir meinen Weg zum Transferboot, welches mich erst mal auf die Hauptinsel Malé bringen sollte. Von dort aus nahm ich dann die einstündige Fähre Richtung Maafushi mit Zwischenstopp auf Gulhi.

Was soll ich sagen, allein die Situation auf einer Flughafeninsel umgeben von türkisblauem Wasser zu sein und mit einem Bötchen weiterzufahren, war einfach cool. Klar, hätte ich auch ein Wasserflugzeug nehmen können, aber nicht heute und nicht nach Gulhi.

 

Mein Tipp: Hebt am Flughafen ausreichend Bargeld ab. Auf einer Local Island gibt es keinen Bankautomaten (zumindest auf Gulhi gab es keinen).

 

Die Fähre hat mich 10 US$ gekostet und fährt drei mal täglich. Neben der Fähre gibt es auch noch in  Speedboat das lediglich 20 Minuten braucht. Dieses kostet direkt dreimal so viel wie die Fähre.

Meine Unterkunft

Übernachtet habe ich in der Orchid Island Lodge. Ein kleines Bed and Breakfast Hotel mit drei Zimmern und einem sagenhaften Frühstück. Täglich gab es verschiedenes Obst, Pancakes, Brötchen oder Croissants. Der Kaffee war der beste auf meiner ganzen Reise! Das Hotel lag keine Minute vom Strand entfernt (was bei der Größe der Insel nicht schwer war). Leider musste ich beim Schreiben dieses Blogbeitrages feststellen, dass es das Hotel nun nicht mehr gibt. 
Allerdings gibt es noch andere Unterkünfte auf der Insel. Ich kann euch das Tropic Tree und das Sandy Heaven Hotel empfehlen. Gute Lage, mit Frühstück und preislich top (zwischen 60-80 Euro). Hier merkt man den finanziellen Unterschied zu den Honeymoon Inseln.
Weitere Infos zu den Unterkünften findet ihr mit einem Klick.

 

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Insel erkundungstour

Klein aber fein

Wie ihr schon bemerkt habt war meine (witzig, ich schreibe schon „meine“) Insel nicht besonders groß – genau genommen, habe ich sie in 15 Minuten umrundet. Was gibt es hier also zu erleben?

 

Zuerst ein mal ist es hier ruhig, denn auf Gulhi fährt weder ein Auto noch ein Motorrad. Es gibt gar keine befestigten Straßen. Herrlich! Die Straßen sind Rasterartig aufgebaut. Neben einer Schule, einer Moschee, kleinen Restaurants direkt am Strand, entdecke ich auch einen Shop, wo ich mir direkt was zu trinken und ein paar Kekse kaufe. Der nette Shopbesitzer trägt ein BVB-Trikot, was ihn für mich gleich sympathisch macht ;-).

 

Die Menschen auf der Insel sind freundlich, aber auch teilweise zurückhaltend. Sie sitzen vor ihren Häusern oder chillen in den Hängematten am Hafen nach getaner Arbeit. Die Kinder bzw. die Jungs spielen nach der Schule Fußball und die Mädchen Volleyball oder gehen mit Poolnudeln ins Meer.

Die Insel hat einen Nord- und einen Südstrand. Da die Bewohner der Malediven dem Islam angehören, sollte man aus Respekt auf den Straßen nicht zu freizügig rumlaufen. Für Urlauber gibt es daher am Nordstrand den sogenannten „Bikini Beach“ wo man sich in Badebekleidung aufhalten darf.

 

Am Bikini Beach befindet sich neben einer Tauchbasis, einem Wassersportverleih mit Kanus, Stand-up-Paddles und Jet-Skis, auch ein Stand mit frischen Kokosnüssen und Ananas. Yammi! In meiner Unterkunft erkundige ich mich direkt auch nach einer Schnorcheltour für die kommenden Tage. Wenn man schon mal hier ist, muss man auch schauen was unter Wasser so los ist.

 

Von hier aus könnt ihr auch einen Tagestrip auf die Nachbarinsel Maafushi unternehmen. Die Insel ist größer und bietet mehr Cafés und Restaurants. Allerdings muss man erwähnen, das dort auch ein Gefängnis und eine Mülldeponie liegt.

Strand

Bikini Beach

Der an der Nordseite liegende Bikini Beach wurde von mir täglich besucht. Mit Sonnenliegen und ein paar Schirmen lies es sich hier ideal chillen. Zwei ganze Bücher habe ich in 5 Tagen verschlungen.  

 

Bei meinen Lesepausen bin ich am weißen feinsandigen Strand entlang gelaufen, habe mich ins kristallklare Wasser gesetzt oder bin durchs Wasser gewatet und habe kleine Fische beobachtet. Sogar ein kleiner Rochen war an einem Tag zu sehen. In der Ferne sprangen an manchen Tage die Delfine aus dem Wasser. Paradies pur! 

 

Was ich vorher nicht gewusst habe, ist, dass es dort Ebbe und Flut gibt. Das heißt, zu gewissen Stunden ist das Wasser so flach, dass du erst mal mehrere Meter durchs Wasser laufen musst um irgendwann überhaupt mal mit der Hüfte unter Wasser zu sein.

Allerdings ist das allemal zu verschmerzen.

 

Mein Tipp: Holt euch den höchsten Lichtschutzfaktor den ihr bekommen könnt. Ich bin kein blasser Typ und habe selbst im Schatten Sonnenbrand bekommen. Und eine gute Sonnenbrille! Durch die Sonne, das helle Wasser und dem weißen Sand strahlt alles so extrem, das man ohne Brille ziemlich stark geblendet wird. 

 

schnorcheltour

Wenn man sich auf den Malediven eins nicht entgehen lassen sollte, dann ist es ein Tauchgang oder eine Schnorcheltour. Die Korallenriffe und die Vielfalt an Tieren ist einzigartig. Über meine Unterkunft habe ich einen Schnorcheltrip gebucht. Mein absolutes Highlight, da wir nur zu dritt mit dem Boot rausgefahren sind. Faysal, von meiner Unterkunft und ein Freund von ihm, zwei die auf der Insel leben und sich sehr gut auskennen. 

 

Ein wenig Respekt hatte ich schon, als wir nach einiger Zeit mitten im nirgendwo stehen geblieben sind und es ins Wasser gehen sollte. Einmal im Wasser, wollte ich gar nicht mehr raus. So viele verschiedene bunte Fische, hatte ich zuvor noch nicht gesehen.  Durch unsere kleine Gruppe fühlten sich die Fische gar nicht gestört und man konnte den Anblick in Ruhe genießen. Nach guten zwei Stunden sind wir, begleitet von Delfinen, wieder zur Insel gefahren. Wow! Ein Trip den ich so schnell nicht wieder vergessen werden.

 

Wer einen unvergesslichen Tauchgang erleben möchte, kann dies im Adventure Diving Center von Anees erleben. Er bietet verschiedene Tauchgänge in die umliegenden Riffe an. Seine Tauchbasis ist direkt am Bikini Beach zu finden.

 

Mehr Infos bekommst du auf seiner Facebook Seite unter Adventure Diving Maldives Gulhi Island.

Am gleichen Nachmittag hatte ich noch das Glück erneut Delfine sehen zu dürfen. Ein Local des Wassersportanbieters fragte mich, ob wir mit dem Jet Ski zu den Delfinen rausfahren sollen. Na da sag ich doch nicht nein.  Ein unbeschreibliches Erlebnis!

 

Wir konnten eine Herde von bestimmt 25 Tieren beobachten.

 

Unter folgendem Button findest du ein kleines Video von diesem Erlebnis.

restaurant

Hier darf man keine 5 Sterne Küche erwarten, aber...

Die Auswahl an Restaurants ist nicht besonders groß und teilweise recht einfach gehalten. Dennoch gibt man sich Mühe, damit der Gast sich wohl fühlt. Zwischen einfachen Sandwiches gibt es auch frischen Fisch oder sogar asiatische Gerichte (vom waschechten Asiaten auf der Insel).

 

Restaurant im Tropic Tree Hotel

Gehobenere Küche im Vergleich zu den anderen Lokalitäten, daher auch teurer, aber sehr lecker.

 

Restaurant im Hotel Fulhoi

Neben Sandwiches gibt es hier super leckeren Fisch auf den Teller.

 

Asiate (nebem dem Hotel Sandy Heaven) 

Super asiatische Küche und schön scharf! I like!

 

Premier Beach Restaurant (direkt am Bikini Beach)

Die Lage ist top und das Essen auch gut. Viele Gerichte mit Reis, zu einem guten Preis. 

fazit

Ich habe die Tage auf den Malediven sehr genossen und kann einen Aufenthalt auf einer local Island nur empfehlen. Natürlich gibt es Unterschiede zu einer Honeymoon Insel, aber der Sand, das Wasser und die Sonne sind dieselben.  

 

Ich bin froh, die Erfahrung auf dieser Insel gemacht zu haben. Die Bewohner geben sich wirklich Mühe, das ihre Gäste sich wohlfühlen. Ist die erste Scheu überwunden, sind es ganz herzliche Menschen die euch gerne ihre Insel zeigen. Auch preislich ist es natürlich ein himmelweiter Unterschied zu den Honeymoon Inseln und der “Luxus” dort ist ein anderer als auf einer local Island. 

 

Meine Frage zum Anfang der Reise kann ich nun auch beantworten:

 

Es lebt sich schön im Paradies, aber alles hat auch seine Schattenseiten. Eine kleine Insel bleibt halt eine Insel. Für ein paar Tage lässt es sich hier ideal abschalten und aushalten.

 

                                    So, genug gechillt - weiter geht's!


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